Frankfurter Museumsbibliotheken Benutzung


Presseinformation vom 07. April 2008


Bibliotheksporträts:

Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst, Offenbach

MMK Museum für Moderne Kunst

Archäologisches Museum

Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Museum für Kommunikation

Deutsches Filminstitut / DIF e.V. - Deutsches Filmmuseum

Rat für Formgebung/German Design Council

Deutsches Architektur Museum

Museum der Weltkulturen

Staatliche Hochschule für bildende Künste Städelschule


Bibliotheksporträt:
Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst, Offenbach


Times, Excelsior, Minion oder Arial in verschiedenen Punktgrößen sehen wir jeden Tag in der Zeitung, auf dem Bildschirm, überall. Aber Trockenbrot im Museum? Wollen wir da nicht eigentlich die aufregenderen Dinge sehen, das Außergewöhnliche, das Irritierende, das Schöne, das Schreckliche? Im Offenbacher Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst finden Sie das eine wie das andere, versprochen.

Das 1953 eröffnete Spezialmuseum wurde nicht zufällig in Offenbach angesiedelt; hier entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rund um die Schriftgießerei der Gebrüder Klingspor ein Zentrum der modernen Druck- und Schriftkunst mit Weltruf. Klingspors Idee, zeitgenössische Künstler mit der Entwicklung neuer Schriften zu beauftragen, revolutionierte das auf überlieferte Schriften festgelegte Druck- und Schriftgewerbe grundlegend. Bis in die 1920er Jahre war die deutsche Buchkunstbewegung sehr vital innerhalb der künstlerischen Avantgarden zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Mit der kostbaren Privatsammlung Karl Klingspors (1868-1950) als Grundstock, weiteren Nachlässen und Sammlungen namhafter Schriftkünstler wie Rudolf Koch, Rudo Spemann, Ernst Schneidler und Frans Masereel besitzt das Offenbacher Haus heute eine international herausragende und laufend ergänzte Sammlung deutscher und internationaler Buchkunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Hier finden Sie unter 70.000 Medieneinheiten Pressendrucke, Hand- und Druckschriften ab 1900, Grafiken, Schriftmusterbücher, Schriftteppiche sowie relevante Beispiele aus den vergangenen 50 Jahren über die Entwicklungen in der Kinderbuchgestaltung. Prominente Künstlerbücher und Buchausstattungen wie etwa die des russischen Konstruktivisten El Lissitzky für den Gedichtband Vladimir Majakovskijs „Dlja golosa“ zeigen, wie aufrührend es sein kann, über die tägliche „Brotschrift“ hinauszugehen.



Der Natur des Sammlungsgegenstands entsprechend ist die Bibliothek gleichzeitig das Bestandsdepot des Museums. Hier haben auch Besucher die seltene Gelegenheit, direkt Einblick zu nehmen in ein komplettes Museumsmagazin. Für alle Interessierten ist die Benutzung nach telefonischer Voranmeldung an Werktagen möglich, die Klingspor-Bibliothek bietet darüber hinaus regelmäßig Bestandspräsentationen für Gruppen und Themenführungen an.

Der gesamte Bestand der Bibliothek ist sowohl alphabetisch als auch nach Typografen katalogisiert, verschlagwortet und steht vor Ort für Benutzer zur Verfügung. Nicht zuletzt begrüßen wir das Klingspor-Museum herzlich auf der Webseite des Verbundes der Frankfurter Museumsbibliotheken www.museumsbibliotheken.frankfurt.de! Dort sind die Medienbestände des Hauses, die seit 2002 inventarisiert sind, nun auch online recherchierbar.



Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst
Herrnstraße 80 (Südflügel des Büsing Palais)
63061 Offenbach am Main
Kontakt: Martina Weiß, Helga Horschig, Stephanie Ehret-Pohl
Öffnungszeiten: Mo – Fr nach telefonischer Vereinbarung
Telefon: 069 / 8065-2066
www.offenbach.de/klingspor-museum
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de

Abbildung:
Majakovskij, Vladimir: Dlja golosa. {Für die Stimme}. Typographische Ausstattung El Lissitzky. Berlin: Gosudarstvennoe Izdatel´stvo, 1923
Foto: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
MMK Museum für Moderne Kunst


Schon zu Zeiten, als der Museumsneubau noch in Planung war und die Vorbereitungscrew um Peter Iden und später Jean-Christophe Ammann in einer Villa am gegenüber liegenden Mainufer siedelte, wurde auch an der Hausbibliothek gearbeitet. Die ersten Anschaffungen der Bibliothek des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt datieren aus dem Jahr 1986; mit rund 2.000 Neuzugängen pro Jahr ist sie inzwischen auf 48.000 Medieneinheiten angewachsen.

Wie das Museum ist auch die Bibliothek der zeitgenössischen Kunst verpflichtet. Seit der Eröffnung 1991 verfolgt das MMK, aufbauend auf dem Gründungsbestand, den die Stadt Frankfurt aus der ehemaligen hochkarätigen Privatkollektion des Darmstädter Unternehmers Karl Ströher erwarb, eine international renommierte Sammlungs- und Ausstellungspolitik. Weit über 400, vornehmlich europäische und amerikanische Künstlerinnen und Künstler sind inzwischen mit wichtigen Einzelwerken und Werkgruppen in der Sammlung vertreten. Neuankäufe und insbesondere die wechselnden Ausstellungen des Hauses vernetzen die unterschiedlichen Strömungen und Entwicklungen in der Bildenden Kunst, beginnend bei den Pop-Artisten der 1960er Jahre, den frühen Protagonisten des Minimalismus und der Konzept-Kunst, mit jüngeren und aktuellen Positionen, wie sie etwa bei Sarah Morris, Takashi Murakami oder Andreas Slominski zu sehen waren.



Das experimentelle, manchmal riskante und kontrovers diskutierte Kunstlabor, das ein Museum für Gegenwartskunst ausmacht, bildet sich in der Bibliothek ab: Sie finden hier nahezu vollständig Ausstellungskataloge und weitere Fachliteratur zu allen Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung und denjenigen, die an den Ausstellungen teilnehmen. Kontinuierliche Presseauswertungen, Nachschlagewerke, Handbücher und 30 laufende Zeitschriftentitel komplettieren das Angebot dieser Spezialbibliothek zur internationalen Kunstszene. Viele der eng mit dem Frankfurter Museum zusammenarbeitenden Künstlerinnen und Künstler sorgen auch selbst dafür, dass die Bibliothek auf dem aktuellen Stand bleibt. So überlässt etwa Nobuyoshi Araki, einer der bedeutendsten Künstler Japans, seine immer außergewöhnlichen Fotobücher der Bibliothek des MMK: Mit rund 270 Objekten finden Sie hier eine einzigartige Sammlung seiner Publikationen von 1970 bis heute. Unbedingt sehenswert sind des Weiteren die Genre sprengenden Editionen wie das Multiple für John Cage, Dieter Roths Bilderbücher oder der Warhol-Katalog im Brillo-Karton.

Selbstverständlich können im Leseraum die hauseigenen Publikationen und Schriftenreihen eingesehen werden: Spontane Recherchen, im Anschluss an einen Ausstellungsbesuch zum Beispiel, sind innerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek möglich und willkommen. Zur Einsicht der Sammlung Araki vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin.



Museum für Moderne Kunst
Bibliothek
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Leitung: Antje Gegenmantel
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Telefon: 069 / 212-38796
www.mmk-frankfurt.de
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de

Abbildung:
1. Douglas Gordon´s The Vanity of Allegory: anlässlich der Ausstellung Douglas Gordon's Vanity of Allegory, Deutsche Guggenheim, Berlin, 16. Juli - 9. Oktober 2005.
2. Andy Warhol – Prints: Oktober-November 1988, Antwerpen, Belgien, Galerie Rony Van De Velde. Antwerpen, 1988.
3. A tribute to John Cage: Chicago International Art Fair, May 7 through May 12, 1987. Cincinnati, Ohio: Gallery Solway. 1987 (Umschlagtitel: Prepared box for John Cage).
4. Francesco Clemente – Pastels 1980, London: Anthony d´Offay, 1986.
5. Dieter Roth – Gesammelte Werke: Bd. 1: 2 Bilderbücher. Versionen der im forlag ed rykjavik 1957 erschienenen Bücher. Stuttgart u.a.: Ed. Hansjörg Mayer, 1976.
Foto: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
Archäologisches Museum


Kennen Sie das auch? Sie haben im Urlaub die campanische Küste abgegrast und alles besichtigt, was Landschaft und Historie dort zu bieten haben. Sie können, noch Jahre später, mühelos drei Phasen pompejanischer Wandmalerei auseinander halten und womöglich die Grabungsgeschichte sowie verschiedene literarische Bearbeitungen des antiken Herculaneum zitieren. Doch gefragt nach dem Frankfurter Domhügel, gleich neben dem U-Bahn-Eingang, müssen Sie passen. Schauen wir also mit dem touristisch geschulten Blick auf die heimische Umgebung, stellen wir fest: Auch hier gibt es höchst bemerkenswerte archäologische Befunde, die – um nur einige Beispiele zu nennen - vom historischen Epizentrum der Stadt rund um den Dom über das jüdische Viertel am Börneplatz zum Grab eines Keltenfürsten im Oberräder Stadtwald und zur römischen Siedlung Nida in Heddernheim reichen.

Zuständig für den kontinuierlichen Blick auf die frühe regionale Geschichte und die Sichtbarmachung der Grabungs- und Forschungsergebnisse ist das Archäologische Museum der Stadt Frankfurt am Main mit seiner angeschlossenen fachwissenschaftlichen Bibliothek. Die Sammlungen des Hauses umfassen die prähistorische, römische, mittelalterliche und neuzeitliche Archäologie sowie das Archiv der gesamten Bodenfunde Frankfurts. In der zentralen Dauerpräsentation und wechselnden Sonderausstellungen werden die laufenden Forschungen zu Ausgrabungen und Sammlungsbeständen konzentriert und für ein breit gefächertes Publikum aufgearbeitet. Zu seinen Hauptaufgaben zählt das Archäologische Museum die gestalterisch und sinnlich erlebbare Heranführung an die frühe Geschichte: Zum vielfältigen museumspädagogischen Programm gehören individuelle Führungen, Workshops und Vorträge für verschiedenste Zielgruppen, angesprochen sind explizit auch Menschen mit Behinderungen. Für blinde und sehgeschädigte Schülerinnen und Schüler beispielsweise bietet das Haus seit Langem schon entsprechende Themen und Veranstaltungen an.



Allen interessierten Besuchern steht darüber hinaus die gut sortierte Museumsbibliothek zur Verfügung: Exklusiv finden Sie hier die gesamte Literatur zu den Frankfurter Altstadtgrabungen. Mit rund 16.500 Bänden hält die Bibliothek außerdem archäologische Standardliteratur, Nachschlagewerke, die wichtigen Fachzeitschriften und deutschsprachige Literatur zu den großen Fundkomplexen Europas bereit. In den Bestand des Archäologischen Museums eingegangen sind zudem verschiedene bürgerliche Antikensammlungen, Nachlässe und Stiftungen aus dem 19. Jahrhundert mit Schwerpunkten in der klassischen griechischen Kunst und dem alten Iran. Auch diese Sammlungsgebiete sind in der Bibliothek ausführlich repräsentiert.

Museum und Bibliothek residieren seit 1989 in einem mit dem historischen Karmeliterkloster kombinierten Neubau von Josef Paul Kleihues. In den vor Kurzem umstrukturierten Räumlichkeiten des Verwaltungsbereichs steht jetzt für externe Bibliotheksbenutzer ein Arbeitsplatz mit PC, Internetzugang und Kopiermöglichkeit bereit! Eintauchen in die Alte Welt kann man sehr gut auch von Frankfurt aus – es muss nicht immer Pompeji sein.



Archäologisches Museum
Bibliothek
Karmelitergasse 1
60311 Frankfurt am Main
Leitung: Andrea Giar
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Telefon: 069 / 212-36502
www.archaeologisches-museum.frankfurt.de
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de

Abbildung:
Textseite in Brailleschrift und Landkarte aus:
Geschichte mit Pfiff, 10.1982: Ketzer, Nürnberg, Sailer Verlag
Blindendruck der Deutschen Blindenstudienanstalt
Foto: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum


Über das Kerngeschäft des Freien Deutschen Hochstifts und des Goethemuseums zu berichten heißt eigentlich, die fast ebenso berühmten Eulen nach Athen zu tragen. Hier dreht sich alles um den berühmtesten Sohn der Stadt, Johann Wolfgang Goethe (1749-1832), dessen Leben, Werk und Rezeptionsgeschichte den Gebrauch von Superlativen geradezu herausfordert.

Sollten Sie zu den seltenen Menschen gehören, die wirklich noch keinen Text von Goethe gelesen, keine Inszenierung, keine Vertonung gehört und gesehen haben, dann sei Ihnen zum Einstieg die Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts empfohlen: Sie können sich dort, wohldosiert und fachkundig, in den Kosmos rund um den deutschen Dichterfürsten einführen lassen. Als eines der ältesten literatur- und kunstwissenschaftlichen Forschungsinstitute Deutschlands ist das Freie Deutsche Hochstift für Wissenschaften, Künste und allgemeine Bildung zu Frankfurt am Main ausdrücklich auf die uneingeschränkte und unabhängige Vermittlung von Wissen für die Allgemeinheit angelegt. Im Geiste der gescheiterten Märzrevolution von 1848 wurde das Institut auf Initiative des Geologen Otto Volger von einer kleinen Gruppe Frankfurter Bürger gegründet und verstand sich im Sinne der ersten deutschen Demokratiebewegung als nationale Bildungseinrichtung in der Art einer Volkshochschule - für jeden Mann, für jede Frau, ohne Ansehen der Konfession und des Bildungsstandes. Mit Bedacht wurde als Gründungsdatum der 100. Geburtstag von Friedrich Schiller (1759-1805) am 10. November 1859 gewählt. Ein Politikum auch das: Die europaweite Begeisterung für den Dramatiker und Goethe-Freund traf auf ähnlich geteilte Reaktionen wie der neue Verein in Frankfurt: Dass Hinz und Kunz kulturellen und politischen Einfluss haben sollten, war damals noch nicht Allgemeingut.



1863 erwarb das Hochstift Goethes Elternhaus am Großen Hirschgraben und machte es zu seinem Stiftsort, 1897 kam das Goethe-Museum hinzu. Das Sammlungs- und Forschungsgebiet umfasst etwa Goethes Lebenszeit, die Epochen der deutschen Klassik und Romantik. Zu den rund 120.000 Bände umfassenden Medienbeständen der Bibliothek zählen zunächst natürlich das breit gefächerte Gesamtwerk Johann Wolfgang von Goethes in Erstausgaben, Handschriften und Korrespondenzen. Nahezu vollständig vorhanden sind zudem die Schriften seiner zuvorderst deutschsprachigen, literaturschaffenden Zeitgenossen. Dauerhaft gesammelt werden darüber hinaus alle wichtigen Sekundärtitel wie Buchpublikationen, Illustrationen, historische und laufende Zeitschriften, die sich, weit gefasst, mit den Forschungsschwerpunkten beschäftigen.



In dieser Fundgrube der deutschen Literaturgeschichte können Sie, ganz demokratisch, jedes Buch bestellen und sofort einsehen. Der Gesamtbestand ist im Online-Katalog des Verbundes der Frankfurter Museumsbibliotheken verzeichnet; er wird zudem fortlaufend verzettelt. Auch vor Ort, in Goethes Welt, ist das 21. Jahrhundert präsent: Alle neun Benutzer-Arbeitsplätze sind Notebook-kompatibel und sie haben Ausblick in den Garten des Goethehauses. Schließlich hat es noch einen Vorteil, dass Sie so lange gewartet haben: 2009 wird das 150-jährige Bestehen des Hochstifts ausgiebig mit großem Programm gefeiert!



Freies Deutsches Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum
Bibliothek
Großer Hirschgraben 23-25
60311 Frankfurt am Main
Leitung: Dr. Joachim Seng
Telefon: 069/13 880 – 262
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 – 12, 13 - 16 Uhr, nach Anmeldung bis 17.30 Uhr
www.goethehaus-frankfurt.de
www.goethehaus-frankfurt.de/bibliothek/
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de

Abbildungen: Der Festzug zur hundertjährigen Geburtstagsfeier Friedrich von Schillers zu Frankfurt, 10. November 1859. Verlag H. Keller 1859
Leporello, kolorierte Fassung
Gesamtansicht Leporello und Ausschnitt
Fotos: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
Museum für Kommunikation


So aufregend wie bei der Wells Fargo Company damals im Wilden Westen ist das Leben bei der Post natürlich nicht immer. Weniger nostalgisch betrachtet ist die Posthistorie als ein vielschichtiger kultureller und technischer Entwicklungsprozess zu beschreiben: Sie reicht vom reitenden Boten der Antike bis zur E-Mail, von der schriftlichen Kommunikation fürstlicher Herrscher bis zum weltweiten, privaten Brief- und Fernmeldeverkehr.

Das Postwesen in Deutschland datierte bis vor kurzem auf das Postregal (Postrecht) von 1597, mit dem Kaiser Rudolf II. die Briefbeförderung unter staatliche Hoheit stellte. Fürderhin war der Staatsapparat Post exklusiv für den Transport von Nachrichten und auch von bestimmten Gütern, Geld und Personen verantwortlich. Mit der Privatisierung des deutschen Postmarktes wurde ab 1989 das staatliche Postmonopol nach und nach aufgehoben. Der letzte Bestandteil, das Briefmonopol der Deutschen Post AG, fiel am 31. Dezember 2007.



Mit dieser gut 400 Jahre währenden Geschichte befasst sich das Museum für Kommunikation in Frankfurt, das 1995 aus dem Deutschen Postmuseum hervorgegangen ist. Die in einem sehr breiten Themenspektrum angelegten Sammlungen, Ausstellungen und insbesondere die öffentlich zugängliche Spezialbibliothek des Hauses ermöglichen detaillierte Recherchen zur lokalen, nationalen einschließlich der kolonialen und internationalen Post-, Technik- und Mediengeschichte, zur Geschichte der Schrift, des Briefes, der Postkarte bis hin zu den modernen elektronischen Kommunikationsformen. Rund 35.000 Bände enthalten alles Lesenswerte zur europäischen und außereuropäischen Kommunikationsgeschichte zu Lande, zu Wasser und in der Luft; zudem stehen dem interessierten Publikum Postfirmenunterlagen, zahlreiche berufsständige und andere Fachzeitschriften, zum Beispiel zur Philatelie, aber auch themenspezifische Literatur zur bildenden Kunst und Publizistik zur Verfügung.
Hier lassen sich die Abenteuer deutscher Postboten und -botinnen finden, die sich durch die Jahrhunderte auf ihren bisweilen beschwerlichen Wegen auch zur abgelegensten Adresse zugetragen haben mögen. Denn dass das Postwesen keineswegs nur aus grauem Behördenalltag besteht, hatten wir eingangs schon angedeutet.



Museum für Kommunikation
Bibliothek
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main
Leitung: Jürgen Küster
Telefon: 069/60 60-370, -371
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 (Voranmeldung erbeten)
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
www.museumsstiftung.de
www.bibliothek.mspt.de

Abbildung: Beust, Joachim Ernst von [Hrsg.]: Versuch einer ausführlichen Erklärung des Post-Regals und was deme anhängig überhaupt und ins besondere in Ansehung des Heil. Röm. Reichs Teutscher Nation in drey Theilen verfasset. Jena: Crökers, 1747; Foto: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
Deutsches Filminstitut / DIF e.V. - Deutsches Filmmuseum


Die Geschichte des Films ist von Beginn an eng verknüpft mit den historischen Sichtweisen auf den Körper, mehr noch: Die laufenden Bilder haben seit ihrer technischen Erfindung im späten 19. Jahrhundert wesentlichen Einfluss darauf genommen, was wir über den menschlichen Körper wissen. Das Spektrum filmischen Zeigens reicht seither von einfachen Bewegungs- und komplexen Handlungsstudien über medizinische Untersuchungsmethoden bis hin zum Spektakel der Pornografie. Die großen Geheimnisse sind insoweit gelüftet - oder möchten Sie hier und da doch noch näher hinsehen?



Mit 80.000 Büchern, 140 laufenden Zeitschriften sowie rund 6.000 DVDs und Videos bieten die Bibliothek und das Textarchiv des Deutschen Filminstituts in Frankfurt einen nahezu vollständigen Informationspool zum deutschen und internationalen Film. Dieser wurde aus den Sammlungsbeständen des 1984 eröffneten Deutschen Filmmuseums und des 1947 gegründeten Deutschen Filminstituts/DIF e.V. im Rahmen der Fusion der beiden Institute 2006 zusammengeführt und gehört heute zu den größten filmwissenschaftlichen Spezialbibliotheken Deutschlands.

Literatur und andere Medien zur Geschichte und Theorie des Films, zu Genres und Motiven, zu Personen aus dem Filmgeschäft, zu Festivals oder technischen Fragen stehen interessierten Benutzern detailliert erschlossen im Lesesaal des Hauses zur Verfügung. Den weitgehend katalogisierten Bestand kann man über das Internetportal des Verbundes der Frankfurter Museumsbibliotheken nachschlagen. Nicht im Bibliothekskatalog verzeichnet, aber vor Ort zu nutzen ist das Textarchiv, das rund eine Million Presseartikel zu allen filmrelevanten Themen sowie Verleih- und Pressematerialien nachweist. Zudem steht für Benutzer der Online-Zugang zur internationalen Zeitschriftenbibliografie FIAF (Fédération Internationale des Archives du Film) kostenfrei zur Verfügung.

Sie möchten nun endlich Genaueres wissen über das abgebildete Filmplakat? Hier nur soviel: Der Spielfilm Der Weg der zur Verdammnis führt wurde 1919 uraufgeführt in der Reihe von frühen, etwas reißerisch inszenierten Aufklärungsproduktionen. Die Regie führte Otto Rippert, ein gebürtiger Offenbacher und heute kaum noch bekannter Pionier des deutschen Stummfilms. Mehr dazu, wie gesagt, in der Bibliothek des Deutschen Filminstituts.



Deutsches Filminstitut / DIF e.V. - Deutsches Filmmuseum
Bibliothek *)
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
AnsprechpartnerInnen Bibliothek: Christiane Eulig, Kirsten Lankenau
Telefon: 069/96 12 20 - 430
AnsprechpartnerInnen Textarchiv: Uschi Rühle, Simon Ofenloch
Telefon: 069/96 12 20 – 410
Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr und n. V.
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
www.deutsches-filminstitut.de
www.deutsches-filmmuseum.de

Abbildung:
Filmplakat Der Weg der zur Verdammnis führt, zweiter Teil Hyänen der Lust (1919), Deutsches Filminstitut / DIF e.V. – Deutsches Filmmuseum

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

*) Bitte beachten Sie folgende Änderungen:
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Bibliothek
c/o Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

AnsprechpartnerInnen:
Christiane Eulig (Bibliothek, Videothek)
Telefon: 069/961220-430, -432
Swetlana Sikora (Zeitschriften)
Telefon: 069/961220-434
Uschi Rühle (Textarchiv)
Telefon: 069/961220-413

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr nach Vereinbarung
Es gilt die Gebühren- und Benutzungsordnung der Deutschen Nationalbibliothek.

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Bibliotheksporträt:
Rat für Formgebung/German Design Council


Sie wissen nicht, was ein Corporate Design Manual ist? Oder Sie besitzen eines und wollen sich über neueste Trends informieren? In jedem Fall sind Sie mit Ihrem Anliegen beim Rat für Formgebung/German Design Council, ansässig in Frankfurt am Main, in besten Händen. Das Institut mit dem gewichtigen Namen ist eine Einrichtung des Bundes, die 1953 begründet wurde, um die deutsche Wirtschaft bei der Anwendung von professioneller Produktgestaltung zu unterstützen.

Die gemeinnützige Stiftung wird finanziert aus öffentlichen Mitteln und einem Stifterkreis, dem zurzeit rund 140 der führenden deutschen Wirtschaftsunternehmen sowie Verbände und Institutionen aus dem Bereich Design angehören. Mit der Ausrichtung von Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen und Publikationen sowie seinen Beratungs- und Recherchedienstleistungen versteht sich der Rat für Formgebung als Kommunikationsplattform für qualitätvolle Produktgestaltung und zeitgemäße Designpraxis.



Das Herzstück dieses Infopools ist die institutseigene Bibliothek. Sie ist seit kurzem dem Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken angeschlossen und ergänzt die dort bereits vorhandenen Medienbestände aus der Kunst- und Kulturgeschichte sowie den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften um den Schwerpunkt Internationales Industrie- und Produktdesign.

Die seit den 1960er Jahren bestehende Sammlung birgt mit 15.000 Buchbänden, 400 Zeitschriftentiteln ab 1907 und rund 100 laufenden Zeitschriften einen facettenreichen Fundus an Materialien aus allen Bereichen des Design. Hier finden Sie die Publikationen, die stilsicher den Weg durch die verschiedensten Gestaltungsfragen - von der Kleidung über den Eierbecher, das Geschäftspapier und das Auto bis hin zum Computertomografen - weisen.
Exklusiv in Frankfurt bietet die öffentliche Präsenzbibliothek darüber hinaus ihren Benutzern den kostenfreien Zugang zur Datenbank DAAI/Design and Applied Arts Index an, in der seit 1973 laufend 500 fachspezifische, internationale Zeitschriften vollständig ausgewertet vorliegen. An den 12 Arbeitsplätzen sind Suchen und Finden ausdrücklich erwünscht. Fotokopierer und Scanner sind vorhanden, die Benutzung von eigenem technischen Equipment ist erlaubt.



Rat für Formgebung | German Design Council
Bibliothek
Ludwig-Erhard-Anlage 1 *)
60327 Frankfurt am Main
Leitung: Helge Aszmoneit
Telefon: 069/74 74 86 - 32
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 16 Uhr
Telefonische Anmeldung erwünscht
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
www.german-design-council.de

Abbildung: Michael Habes, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

*) Bitte beachten Sie die neue Adresse:
Rat für Formgebung | German Design Council
Bibliothek
Messeturm
Friedrich-Ebert-Anlage 49
60327 Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt: Deutsches Architektur Museum

Architekturtheorie seit Vitruv, Bebauungspläne, CAD-Konstruktionszeichnungen und Modelle mit kleinen aufgeklebten Männchen und Bäumen - nicht Ihre Themen? Gut, dann gehen Sie doch mal in die Bibliothek des DAM und vertiefen sich in die dort vorhandenen Frauenzeitschriften. Mode, Gesellschafts- und Naturreportagen, Rezepte, Handarbeiten und Einrichtungsvorschläge mit vielen Bildern - das Ladies Home Journal bietet unterhaltsame Einblicke in den amerikanischen Way of Life seit 1883, bis heute übrigens.



In der Ausgabe vom Februar 1901 beispielsweise stellte ein junger, bis dato nicht weit über Illinois hinaus bekannter Architekt aus Chicago ein neues Wohnhauskonzept vor: „A Home in a Prairie Town“. Der Artikel, eingebettet in das vorletzte Kapitel einer Fortsetzungsstory und eine Leserumfrage zum Thema „Is the Newspaper Office the Place for a Girl?“, war seine erste Publikation überhaupt. Und er sollte den Autor, Frank Lloyd Wright, sehr schnell sehr erfolgreich werden lassen. Wright baute in den folgenden acht Jahren 49 Häuser diesen Typs, die so genannten Prairie-Houses. Deren an die umgebende Natur angepasste Bauweise, eine Mischung aus organischen und geometrischen Elementen, setzte in der amerikanischen Architektur und auch in Europa neue Trends. Für die Architekten des Bauhauses, Walter Gropius, Mies van der Rohe, und die holländische Designbewegung De Stijl waren Frank Lloyd Wrights Bauten und Gestaltungsprinzipien wichtige Vorbilder. Nur knapp zehn Jahre nach dem Ladies Home Journal widmete der Berliner Wasmuth-Verlag dem US-amerikanischen Stararchitekten mit dem Band Ausgeführte Bauten und Entwürfe von Frank Lloyd Wright eine der einflussreichsten Architekturpublikationen des 20. Jahrhunderts.

Der Lektüre von weiteren Fachzeitschriften sind, so Sie einmal im Leseraum Platz genommen haben, kaum Grenzen gesetzt. 70 laufende, vollständig vorhandene Jahrgänge verschiedenster Periodika, die sich bibliografisch gesehen mehrheitlich in A und B aufhalten, liegen hier aus: Von den deutschsprachigen Arch+ und AIT (Architektur/Innenarchitektur/Technischer Ausbau), der Bauwelt und dem Baumeister hin zu internationalen Periodika wie Architectural Record, eine der wenigen in den USA erscheinenden Architekturzeitschriften, oder den zahlreichen japanischen Fachpublikationen, wie zum Beispiel Japan Architect und GA (Global Architect) mit verschiedenen Reihen.

Sollten Sie zwischenzeitlich speziellere Interessen entwickelt haben, dann steht Ihnen die architektonische Welt von Archigram, den Pop-Architekten um Peter Cook, bis zum italienischen Architekten und Historiker Bruno Zevi offen. Theoretische und monographische Publikationen zu möglichst allen deutschen und den bedeutenden internationalen ArchitektInnen füllen die Regale und Archivschränke der Bibliothek des Deutschen Architektur Museums in Frankfurt. Der gesamte Katalog ist online auf der Webseite des Verbundes der Frankfurter Museumsbibliotheken abrufbar.



Deutsches Architektur Museum
Bibliothek
Hedderichstraße 108-110
60596 Frankfurt am Main
Leitung: Erich Wagner
Öffnungszeiten: Di-Do 13-17 Uhr
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
http://dam-online.de

Abbildung:
Deutsches Architektur Museum, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt: Museum der Weltkulturen

„Die ganze Welt in einem Buch“ überschrieb DIE ZEIT vor zwei Jahren den Abdruck eines Gesprächs zwischen Alexander Kluge und Hans Magnus Enzensberger. Die beiden hatten sich über den bis heute weltweit bekanntesten deutschen Naturforscher unterhalten, Alexander von Humboldt (1769-1859) und sein mehrbändiges Lebenswerk, den Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Ein weit reichendes, wichtiges Werk, und ohne seine Bedeutung zu schmälern, ist es natürlich unrealistisch zu behaupten, die ganze Welt passe in ein einziges Buch. Das glaubten auch weder die ZEIT-Redaktion noch der Autor selbst. Vielmehr handelt es sich bei dem Humboldtschen Kosmos um eines derjenigen Bücher, die dem Leser die Augen zu öffnen vermögen für größere Zusammenhänge, für bisher nicht gekannte Denkansätze und Erkenntnisse - im besten Sinne also ein Ort der Aufklärung über uns und die Welt.



Entsprechendes gilt für die Fachbibliothek des Museums der Weltkulturen in Frankfurt. Hier können Sie demnach auch nicht nur dieses eine Buch in Ruhe lesen, sondern rund 43.000 weitere Bände sowie 90 laufende internationale Zeitschriften zur modernen Ethnologie, die sich mit Funktionen und Strukturen von unterschiedlichen Gesellschaftssystemen beschäftigt. Die Bibliotheksbestände erlauben - in der Nachfolge Alexander von Humboldts - horizonterweiternde Wanderungen in europäische und vor allem in diejenigen außereuropäischen Regionen, die auch zu den Sammlungs- und Forschungsgebieten des Museums gehören. Das sind im Einzelnen Südostasien mit dem Schwerpunkt Indonesien, Südamerika, hier speziell Brasilien, das Amazonas-Gebiet und die Andenländer, Ozeanien mit dem Schwerpunkt Australien und Papua-Neuguinea sowie für Afrika im Besonderen Äthiopien und die Länder südlich der Sahara. Ein eigener Sammlungsbereich ist der außereuropäischen modernen Kunst gewidmet: Sie finden in dieser Bibliothek Ausstellungskataloge und Literatur zum Beispiel über aktuelle afrikanische Kunstszenen, an die allgemein schwer heranzukommen ist. Ähnlich verhält es sich mit originaler ethnischer Musik; rund 250 CDs und Schallplatten aus aller Welt können angehört werden.

Sollten Sie also den Traum von einer Reise um die Welt verwirklichen wollen, dann sind Sie zur Vorbereitung in der Gründerzeitvilla am Frankfurter Schaumainkai gut aufgehoben. Das hier versammelte Wissen steht aber natürlich auch all denjenigen offen, die über die Probleme und Herausforderungen in unserer eigenen Kultur und Gesellschaft nachdenken wollen.



Museum der Weltkulturen
Bibliothek
Schaumainkai 35
60594 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin: Maria Reith-Deigert
Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung
Telefon: 069 / 212-34349
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
www.mdw-frankfurt.de

Abbildung:
Heinrich Berghaus: Physikalischer Atlas. Sammlung von Karten, auf denen die Erscheinungen der anorganischen und organischen Natur nach ihrer geographischen Verbreitung und Vertheilung bildlich dargestellt sind. Eichborn 2006, 180 Seiten, broschierte Sonderausgabe.
© Eichborn Verlag, Frankfurt am Main.

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

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Bibliotheksporträt:
Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule


„Die Administration wird es sich stets angelegen sein lassen, namhafte Künstler heranzuziehen und dieselben durch die freie Überlassung geeigneter Ateliers - mit der zugleich die freie Benutzung der Sammlungen und der sonstigen vorhandenen Lehrmittel verbunden ist - an das Institut zu fesseln, und sie wird Sorge tragen, daß die verschiedenen Zweige der Kunst, in der Malerei die Fächer der Historie, des Genres, des Portraits, der Landschaft usw., sowie die Skulptur, Architektur und Kupferstecherkunst stets in würdiger und vollständiger Weise vertreten sind.“ Der Rechenschaftsbericht von 1854 deutet bereits an, mit welch attraktiven Vorteilen Lehrende und Studierende des Städelschen Kunstinstituts, jetzt Staatliche Hochschule für Bildende Künste, in Frankfurt rechnen dürfen: Neben institutseigenen Ateliers und den vielfältigen musealen Sammlungen in der Stadt ist dies heutzutage im Besonderen die vergleichsweise kleine, aber gut ausgestattete Hochschulbibliothek. Deren Schwerpunkte haben sich dem - zwischenzeitlich natürlich veränderten - Fächerangebot der Hochschule entsprechend verschoben: Seit dem Wiederaufbau der Bibliothek nach 1945 werden Publikationen zur Freien Bildenden Kunst, zu Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Installation, zu Film, Fotografie und den Neuen Medien sowie zur Architektur gesammelt. Das breite, wissenschaftliche Lehrangebot der Hochschule in Kunst- und Architekturtheorie spiegelt sich in den Beständender Bibliothek ebenfalls wieder: Man findet hier neueste Literatur aus der Philosophie und der Kunst- und Architekturtheorie - interessant vor allem diejenige aus dem anglophonen Raum, die sonst nur schwer erreichbar ist.



Als Bestandteil einer internationalen Bildungseinrichtung orientiert sich die Bibliothek der Städelschule am Bedarf der Lehrenden und Studierenden, die heute zu mehr als 40 Prozent aus dem Ausland kommen. 60 laufende deutsch-, französisch-, spanisch- und englischsprachige Zeitschriftentitel, meist in kompletten Jahrgängen, vervollständigen das bestens sortierte Literaturangebot. Selbstverständlich finden Sie hier auch alle institutseigenen sowie die Publikationen der der Hochschule angeschlossenen Ausstellungshalle Portikus.
Und schließlich noch eine gute Nachricht: Selbst wenn Ihr künstlerisches Talent nicht ausreicht, um an der Städelschule einen Studienplatz zu bekommen - die präsente Nutzung der Bibliothek steht auch allen externen Interessenten offen!



Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule
Bibliothek
Dürerstraße 10
60596 Frankfurt am Main
Leitung: Heike Belzer
Öffnungszeiten *) Di, Do 10-12 Uhr, 13-17 Uhr; Mi 13-20 Uhr;
Fr 10-12 Uhr, 13-15 Uhr während der Vorlesungszeit

Telefon: 069 / 60 50 08-34
www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
www.staedelschule.de

Abbildung:
Foto: Jonas Leihner, Frankfurt am Main

Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin: Claudia Hohmann, Museum Angewandte Kunst, Tel. 069 / 212-38828
Redaktion: Karin Görner, Kunst:kommunikativ, Frankfurt am Main

*) Bitte beachten Sie die neuen Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr 10-12 und 13-17 Uhr
Di, Do 10-12 und 13-16 Uhr
Während der Semesterferien gelten verkürzte Öffnungszeiten.

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Presseinformation
Frankfurt am Main, 07. April 2008

Überarbeitete Neuauflage der Broschüre
Neue Teilnehmer im Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken


Die mit dem Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken geschaffene organisatorische Vernetzung der Medienbestände von Kunst- und Kulturinstituten im Großraum Frankfurt am Main zeigt deutlich positive Effekte: Das seit 2001 bestehende gemeinsame Internetportal und die teilnehmenden Spezialbibliotheken verzeichnen einen sehr erfreulichen Zuwachs an Benutzern.

Um diesem steigenden Interesse an den vielfältigen kunst-, kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Literatur- und Medienangeboten zu entsprechen, legt der Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken jetzt die vierte, überarbeitete Auflage seiner Publikumsbroschüre vor. Sie enthält ausführliche Informationen zu jeder einzelnen Bibliothek, zu deren Beständen und Sammlungsgebieten, die Institutsadressen und Öffnungszeiten sowie die Namen von Ansprechpartner/innen, die bei der Literaturrecherche gerne behilflich sind.

Auch der Teilnehmerkreis des Verbundes entwickelt sich kontinuierlich weiter: In den vergangenen Monaten sind das Museum für Kommunikation, der Rat für Formgebung/German Design Council, beide Frankfurt am Main, und das Offenbacher Klingspor-Museum mit umfangreichen Medienbeständen hinzugekommen. Sie erweitern das inhaltliche Spektrum der bereits online nachschlagbaren Bibliothekssammlungen um die Schwerpunkte Kultur- und Technikgeschichte des Post- und Fernmeldewesens, internationales Produkt- und Industriedesign sowie die sehr differenzierte Geschichte der internationalen Buch- und Schriftkunst. Der Katalog des Rat für Formgebung wurde bereits online gestellt, die der beiden anderen Neuzugänge werden im Laufe der nächsten Wochen auf der Webseite des Verbundes www.museumsbibliotheken.frankfurt.de freigeschaltet werden.

Dem Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken sind derzeit die folgenden 18 Bibliotheken und Archive angeschlossen:
Archäologisches Museum; Archiv Frau und Musik; Bürgeramt, Statistik und Wahlen; Deutsches Architekturmuseum; Deutsches Filminstitut DIF e.V./ Deutsches Filmmuseum; Freies Deutsches Hochstift/Frankfurter Goethe-Museum; Historisches Museum Frankfurt; Institut für Stadtgeschichte; Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt; Kinothek Asta Nielsen e.V.; Klingspor-Museum; Kunstbibliothek; Museum der Weltkulturen; Museum Angewandte Kunst; Museum für Kommunikation; Museum für Moderne Kunst; Rat für Formgebung/German Design Council; Staatliche Hochschule für Bildende Künste - Städelschule.



Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Ansprechpartnerin:
Claudia Hohmann
Bibliotheksleitung Museum Angewandte Kunst
Tel. 069 / 212-38828
info.museumsbibliotheken@stadt-frankfurt.de

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www.museumsbibliotheken.frankfurt.de
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